Oder: Warum hab ich so viel dabei und wofür?

Wer mich bei einem Shooting trifft, sieht mich immer mit meinem Rucksack. Er begleitet mich schon seit einigen Jahren – aber was steckt eigentlich alles drin? Es wird ein bisschen technisch, aber auch für Nicht-Technik-Fans dürfte es spannend sein. Ich erkläre alles so verständlich wie möglich.

Vorab: Alle Produkte in meinem Rucksack habe ich selbst gekauft. Marken nenne ich nur aus Überzeugung – unbezahlte Werbung also!

Das Hauptfach

Hier findet sich natürlich das Herzstück meiner Ausrüstung: meine Kamera und die dazugehörigen Objektive.

Immer dabei ist meine Canon R6, die an einem Sun Sniper „Rotaball Pro“ befestigt ist. Diese Kombination ist für mich unschlagbar, weil meine Halswirbelsäule das Gewicht nicht tragen könnte und ich Schultergurte bevorzuge. Der Sun Sniper ist dank Kugelgelenk, Schnittschutz und der Befestigung unter der Achsel ideal – er verrutscht nicht und schont meinen Rücken.

Die Canon R6 begleitet mich, seit ich von einer Spiegelreflexkamera auf eine spiegellose Systemkamera umgestiegen bin. Sie erfüllt genau die Anforderungen, die ich an meine Arbeit stelle, und ist für meine Fotografie eine echte Bereicherung.

Unverzichtbar: Der Canon RF zu EF Adapter. Da ich noch keine RF-Objektive besitze, ist dieser Adapter für mich essenziell. Ich habe die schlichte Variante ohne Steuerungsring – völlig ausreichend und zuverlässig.

An der Kamera steckt im Normalfall das Canon 35mm F2.0. Diese kompakte Linse ermöglicht es mir, die Kamera platzsparend zu verstauen, ohne das Bajonett zu belasten. Besonders gern nutze ich das 35mm für Aufnahmen von Hunden von oben – für die charakteristische verzerrte Nase und die großen, nach oben blickenden Augen ist es perfekt!

schwarzer Hund von oben fotografiert, der Hund schaut hoch, fotografiert von LiraAmarokPictures

Direkt davor im Rucksack liegt mein absolutes Lieblingsobjektiv: das Canon EF 70-200mm F2.8 IS USM III. Es begleitet mich seit Beginn meines Gewerbes 2021 und ist aus meinem Arbeitsalltag nicht wegzudenken. Die Flexibilität bei der Hunde- und Pferdefotografie ist unschlagbar. Dank der Lichtstärke von 2.8 erziele ich eine wunderschöne Hintergrundunschärfe und kann auch bei schwierigen Lichtverhältnissen beeindruckende Ergebnisse erzielen. Selbst bei Events bewährt es sich, da ich aus größerer Entfernung echte, ungestellte Momente einfangen kann.

Früher hatte ich noch ein 50mm F1.4, ein 85mm F1.8 und ein 135mm F2.0 im Rucksack – diese Linsen nutzte ich jedoch kaum noch. Sie durften zusammen mit meiner alten Canon 5D Mark III ein neues Zuhause finden. Auf meiner Wunschliste steht noch ein 24-70mm F2.8, um das 35mm zu ersetzen, und langfristig wird das 70-200mm in der RF-Variante einziehen.

Neben meiner Kameraausrüstung finden sich im Hauptfach noch einige weitere nützliche Helfer:

  • 2 kleine, wasserdichte Lichtwürfel – ideal, um an dunklen Tagen einen Lichtakzent zu setzen.
  • Regenschutz – falls das Wetter umschlägt.
  • manchmal packe ich meine Drohne, die DJI Mini 4k, mit ein, für Bilder und Videos aus ganz besonderen Perspektiven!
  • Quietscheschwein – warte, was?

Das Quietscheschwein dient zur Animation von Tieren. Manche Vierbeiner sind schwer zu begeistern – ein ungewöhnliches Geräusch lenkt oft die Aufmerksamkeit auf die Kamera.

In einer separaten Tasche auf der Rückseite des Hauptfachs befinden sich Speicherkarten und ein SD-Kartenleser – falls ich unterwegs Daten übertragen muss. Außerdem habe ich Tröten (das Innenleben von Quietschespielzeugen) dabei. Sie sind klein, praktisch und machen unterschiedliche Geräusche – perfekt, um die Aufmerksamkeit von Hunden zu gewinnen. Seit ich die Tröten nutze, kommt das Quietscheschwein nur noch selten zum Einsatz.

Das vordere Fach

Hier wird es chaotisch, denn dieses Fach ist nach dem Motto „Das könnte man ja mal brauchen“ gepackt.

Darin finden sich:

  • Ersatzakkus
  • Putztücher
  • Ersatzkappen für den Sensor und die Objektive.
  • Shootinghalfter und Shootingleinen – zur Sicherheit der Tiere während des Shootings.
  • Zeckenschutz – für alle Fälle.
  • Sticker und Visitenkarten – falls jemand Interesse an meiner Arbeit zeigt oder ich auf einem Hof oder einer Ranch unterwegs bin.
  • Taschentücher
  • ein kleiner Notizblock und Stifte – für spontane Notizen.
  • Akkuabdeckung – um Akkus außerhalb der Kamera sicher zu transportieren.

Außen am Rucksack

Außen am Rucksack habe ich ein Erste-Hilfe-Set, eine weitere Packung Taschentücher für den schnellen Zugriff und eine Wasserflasche. Wenn ich weiß, dass ein Shooting länger dauert, packe ich mir zusätzlich Snacks wie Müsliriegel ein.

So, das war mein kleiner Einblick in meinen Fotorucksack! Was darf bei euch nie fehlen? Schreibt es mir gerne in die Kommentare – ich bin gespannt!